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Aktuelles

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Osterkreuz
Als Kind war ich bei den Pfadfindern. Besonders aufregend waren unsere Zeltlager.
Ein Dorf aus Zelten entstand. Das war ein gehöriges Stück Arbeit, die Zeltbahnen aus schwerem Stoff wurde mit Seilen aneinandergeknüpft, jede Gruppe baute ihr Zelt, man half sich – bis schließlich 20, 30 Zelte standen, manchmal mehr. Und dann, zum Schluss wurde ganz feierlich ein großes Kreuz errichtet. Christliche Pfadfinder leben unter dem Kreuz:
Zwei Bäume wurden gefällt, von Ästen befreit, zu einem Holzkreuz gebunden und an langen Seilen, hochgezogen, bis es unübersehbar, drei, vier oder sogar 5 Meter hoch über unser Zeltlager wachte.
Gigantisch, groß, unübersehbar. Aus frischen Bäumen – aber kahl, aus gefällten, toten Bäumen. Ein bisschen auch bedrückend.
Sehr beeindruckt hat mich dieses Bild schon als Mädchen. Lange trug ich es in mir,
und eines Tages sah ich in der Zeitung ein Foto – Ich sah eine große Wiese, einen Zeltplatz, leer, hohes Gras wuchs. Das Kreuz stand noch da, Pfadfinder hatten es stehen gelassen, als Zeichen ihres Glaubens.
Und es wurde noch ganz anders zum Zeichen:
Dieses Kreuz aus gefällten Bäumen, war nämlich ausgeschlagen; es hatte viele frische, kräftige Triebe bekommen, die in den Himmel ragten, mit kleinen grünen Blättern. Überraschend, war das tote Holz zum Leben erwacht; das Kreuz war zum Lebensbaum geworden!
Als Zeichen des Osterglaubens stand es in der Landschaft, unübersehbar.
Später habe ich gelesen, dass schon vor vielen hundert Jahren Maler das Kreuz Jesu als Lebensbaum darstellten.
Durch das lebendige Osterkreuz mit grünenden Zweigen ist unser Osterglaube sichtbar:
Gott schenkt neues Leben, Leben aus dem Tod, überraschend und unerwartet,
aber Gottes Geschenk trifft uns nicht durch Zufall; wir haben sein Versprechen und seit dem ersten Ostertag haben wir die große Hoffnung, aus jedem Kreuz soll ein Lebensbaum werden. Denn Christus spricht: Ich lebe, und ihr sollt auch Leben.
Auch unser Kreuz, unser Leiden, so schwer es ist, kann plötzlich Triebe bekommen, vielleicht sogar eine Blüte und Frucht.

Darum schmücken wir an Ostern in unserer Kirche ein Kreuz mit grünenden Zweigen, blühenden Zweigen, mit Blumen, dass es zum Lebensbaum werde.
Wir laden die Gemeinde ein. Kommt und bringt einen blühenden Zweig mit, steckt ihn an das tote Holz zum Zeichen eurer Hoffnung. Und jedes Jahr hoffe und bange ich, dass es auch geschieht. Dass einige kommen und ihre Hoffnung mitbringen, ihren Glauben.
Und bis jetzt war ich jedes Jahr überwältigt vor Osterfreude, wenn es geschah.
Auch in diesem seltsamen Jahr, in dem wir die Gemeinde nicht zum Ostergottesdienst versammeln durften, kamen viele, über die Ostertage verteilt, und wer die Kirche besuchte wurde empfangen von einem lebendigen, bunten, wundervollen Osterkreuz, ein wunderbarer Lebensbaum, der blühende Zweige, viele verschiede Blüten und sogar Früchte trug.

Ihre Pfarrerin Susanne Weide

Zum Nachlesen:
Die Paradiesgeschichte mit dem Baum des Lebens: 1. Mose 3
Die Geschichte vom Lebensbaum, dessen Blätter zur Heilung dienen, der vielfach Früchte trägt: Offenbarung 22

 

 

 

 

 

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Händewaschen und Beten

Wie man sich die Hände wäscht, zeigte mir eine Freundin aus der Apotheke.
„Am besten du singst dabei: Amazing grace, how sweet the sound, that saved a wretch like me, I once was lost, but now I´m found, was blind, but now I see.“*
So lange!?, habe ich zuerst gedacht –
 „Ja, so lange, und sing es langsam.“
Dann habe ich gespürt, dass es ein Gebet geworden ist, das Händewaschen.
Und wenn ich von der wunderbaren Gnade singe, die mich gerettet hat, danke ich Gott, dass ich lebe, dass Gott mich liebt. Ich danke, dass Gott da ist, selbst bei so einer alltäglichen Handlung: Ich danke, dass Gott da ist, wenn wir uns Sorgen machen und Angst haben vor Ansteckung und dass Gott da ist in dieser ätzenden Corona Krise.
Ich singe mit meiner mittelmäßigen Stimme in mittelmäßiger Lautstärke
und ich höre den großen Chor singen in meinem Gedächtnis,
die bewegende Stimme der Solistin, die anderen, die einstimmen mit Summen, unterstützend, liebevoll, grandios.
Ich fühle mich verbunden mit Menschen im Glauben, in der Liebe, in der Hoffnung; Menschen auf der ganzen Welt, denn dieser Gospel wird auf der ganzen Welt gesungen. Und gebetet wird auch auf der ganzen Welt.
Also, wenn du dir die Hände wäschst in diesen Tagen, tue es nicht wie Pontius Pilatus,
der seine Hände in Unschuld wusch und nichts von unserem Angewiesen-Sein auf Gottes Gnade wusste.

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Wenn du dir die Hände in diesen Tagen wäschst, tue es achtsam
und vielleicht mit einem Lied; egal in welcher Sprache, aber in der gewissen Dankbarkeit und Gewissheit der Gegenwart Gottes.

Pfarrerin Susanne Weide

* Wunderbare Gnade, wie klingt dieses heilige Wort in mir. Ich bin gerettet, dabei war
ich schon verloren, ich habe nichts mehr verstanden und jetzt kann ich sehen!

 

 

 

Clip zum Wochenspruch Johannes 12,24
unter folgendem link  https://youtu.be/338QqWbp8Ns

 

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Aufgrund der unsicheren Zeiten
müssen viele unserer Veranstaltungen ausfallen oder verschoben werden.
Sie sollen aber alle wissen, dass im Pfarrhaus und in der Kirche
jeden Tag für Kranke und Menschen in Angst gebetet wird.
Beten Sie (zu Hause) mit.
Pfarrerin Weide und Pfarrer Cunradi sind da.
Wir sind für Seelsorgegespräche erreichbar; rufen Sie gern an:
06644/7261 oder 7883

Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal,
beharrlich im Gebet.                    Römer 12,12

 

Großartiger Sternenhimmel ist derzeit zu sehen.
Mir gehen die Liedzeilen durch Herz und Sinn:
„…die Zukunft ist ungewiss… sie liegt in Finsternis,
das macht das Herz uns schwer.
Und dann ist da die tröstliche Fortsetzung:
Der Himmel wölbt sich übers Land, ade, auf Wiedersehn!
Wir ruhen all in Gottes Hand, lebt wohl, auf Wiedersehn!“
Ade, Gott befohlen!
                 Pfarrerin Susanne Weide

 

 

Kirchenführer

Eine pdf Version unserers Kirchenführers können sie hier downloaden:

Kirchenführer